Ausbildungskonzept:

Ewald_Timmel

Dekalog und Konzept der Freien Ärzteplattform für die ärztliche Ausbildung .

Perspektive ist der Schlüssel.  Perspektive für ein erfolgreiches Leben der Jungärztinnen und Jungärzte in Österreich

  1. Ausbildung muss von Spitalserhaltern und der Gesundheitspolitik in Bund und Land gefördert werden:a) Bereitstellung von Ausbildungsassistenten, deren Ausbildungstätigkeit zumindest 30% der Wochenarbeitszeit entspricht, und dessen/deren Mehrarbeit als Überstundenleistung finanziell und/oder zeitlich vergolten wird. Ausbildung lediglich innerhalb der  Routinearbeit ohne separat gewidmete Ausbildungszeit ist nicht möglich.b) internationale Empfehlungen für ärztliche Ausbildung, wie z.B. der PWG (Permanent Working Group of Junior Hospital  Doctors), müssen regelmäßig verlautbart und deren Gremien, bzw. Vorträge oder Kongresse beschickt werden.c) ALLE Krankenhäuser aller Rechtsträger müssen ausbilden. d) Wenn notwendig, schnellere Anpassungen und Änderungen von Studium und/oder Ausbildungsordnung: oftmals zeigen sich bald Mängel in neuen gesetzlichen Vorgaben, z.B. Ausbildung zur Allgemeinmedizin. Hier muss schnell und unbürokratisch angepasst werden, jahrelanges Verschleppen von Mängeln ist deletär.
  2. Komplette Auslagerung der Mehrfachadministration und jeder Verrechnungsdokumentation an andere, in Österreich noch zu schaffende, Berufsgruppen, wie den international längst etablierten Kodierassistenten (=clinical coder/medical coder) . Österreich ist eines der wenigen Ländern, das übe keine Ausbildungsstandards für Kodierassistenten verfügt, sondern einen rechtlich nicht abgesicherten Wildwuchs bietet, der von Informatikabsolventen über Diplompflegepersonal mit Zusatzausbildung bis zu angelernten Bürokräften reicht.
  3. Möglichkeit für die Anstellung von Ärzten bei Ärzten, um eine breit gefächertes, realistisches Ausbildungsangebot nach der Basisausbildung anzubieten.
  4. Ärzteausbildung ist ein zentraler Bereich der auf Jahrzehnte ausgerichteten Daseinsvorsorge der gesamten Bevölkerung und muss auch nach der Basisausbildung weiter staatlich teilfinanziert werden.
  5. Die Gehälter müssen international gleichwertig sein.
  6. Jedes Krankenhaus muss über einen eigenen Betriebskindergarten verfügen, um den ärztlichen Beruf und die Familie gemeinsam leben zu können. Auf die Mehrfachbelastung junger Familien muss eingegangen werden.
  7. Garantie einer ausreichenden Anzahl von Studienplätzen für österreichische Studentinnen und Studenten
  8. Karriereplanung von Anfang an, Förderung für Kongresse, wissenschaftliches Arbeiten und das Angebot HON-zertifizierter, fachmedizinischer Internetportale.
  9. Separate Ausbildung in Leitlinienmanagement und Evidence based Medicine. Nur das Wissen über die Unterschiede von ausbildungsrelevanten LL zu ökonomischen LL kann Irrtümer zum Nachteil der Patienten vermeiden.
  10. Leben einer aufrichtigen Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen untereinander. Der Ärztekammer kommt hier Vorbildwirkung zu. Das gezielte „gegeneinander Ausspielen“ in den ersten zwei Jahren (Angestellte gegen Niedergelassene) der letzten Legislaturperiode schadet der Ärzteschaft massiv.

 

 

Oberste Priorität:  Karriereplanbüro

schnell und wichtig: Karriereplanbüro in der Sektion TÄ für alle Ausbildungsärzte

a) online Karriere-account, btw Karriereordner wird zur Verfügung gestellt, entweder zum ersten Dienstantritt oder wenn gewünscht auch später (bei Unsicherheit)
b) Jungärztin/Jungarzt tragen bis zu drei Interessengebiete ein, aber auch was sie überhaupt nicht wollen
c) Angabe von Interesse an wissenschaftlicher Arbeit und/oder Auslandsaufenthalten
d) Büro organisiert Treffen/Vorträge/Seminare mit entsprechenden Fachgruppen und Fachgesellschaften
e) Büro organisiert, wenn gewünscht, Kontaktdaten für Auslandsaufenthalte und wissenschaftlichen Tätigkeiten, bzw Kursen
f) Büro gibt fachrelevante Statistiken über Wartezeiten, Durchschnittseinkommen in Spital oder Ordination, Klassegelder
g) Büro pflegt Kontakt zu Universitäten, Forschungsinstitutionen und Pharmaindustrie

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Ewald Timmel

Sachlich und entschlossen für eine moderne Medizin